Seit jeher hat die Heilkunde auf der ganzen Welt Honig angewendet. Dies wird auch durch einen mehr als dreitausend Jahre alten ägyptischen Papyrus belegt, der von George Ebers entziffert wurde. Der Titel des Papyrus lautet »Buch über die Zubereitung von Heilmitteln für alle Teile des menschlichen Körpers« und beschreibt eine ganze Reihe von heilsamen Zubereitungen aus Honig. Im pharaonischen Ägypten sowie in Griechenland und im antiken Rom wurde Honig als Heilmittel für innere Krankheiten angewandt und zur äußeren Anwendung wurden aus Honig Pflaster und Umschläge hergestellt. Mit Honigdämpfen wurden Krankheiten der Atemwege behandelt. Demokrit von Abdera antwortete auf die Frage, was derjenige unternehmen müsse, der gesund und lange leben will: “Honig von innen und Öl von außen”.
Zubereitungen:

120 g Honig, 2 Teelöffel Olivenöl und den Saft einer Zitrone vermischen. Hiervon stündlich einen Teelöffel einnehmen.

1 kg Honig, 50 Walnüsse, 50 g Mandeln, 10 g Weiselfuttersaft und 30 g Blütenstaub
Die Walnüsse und Mandeln zerkleinern und mit dem Blütenstaub und dem Weiselfuttersaft mischen. Man gibt Honig dazu und mixt die Mischung im Mixer so lange, bis sie glatt wird. Hiervon jeden Tag mindestens drei Teelöffel zu sich nehmen. Dunkel und kühl aufbewahren.

600 g Honig, 600 g Butter und 150 g Schnaps mischen und hiervon jeden morgen 2 Teelöffel einnehmen.

Man mischt zwei Teile hausgemachten Apfelessig mit einem Teil Honig. Diese Zubereitung nimmt man bis zu dreimal pro Tag ein. Sie kann auch mit Wasser verdünnt werden. Die regelmäßige Einnahme dieser Mischung hilft bei Erkrankungen wie Arthritis, Blasenentzündung, hoher Cholesterinspiegel, Erkältung, Abgespanntheit, Bluthochdruck, Herzkrankheiten, geschwächtem Immunsystem, Impotenz und Verstopfung.

Bei Bluthochdruck nimmt man einen Teil Rote-Beete-Saft, ein Teil Karottensaft, ein Teil Meerrettichsaft und einen Teil Honig. Alles vermischen und dreimal täglich einen Löffel einnehmen. Im Kühlschrank aufbewahren.

20 g Pfefferminzblätter (Mentha piperita), 15 g Blätter und Blüten vom Herzgespann (Leonuris cardiaca),
1 l Rotwein und 100 g Honig
Die Pfefferminzblätter und das Herzgespann zerreiben und in den kochenden Wein geben. Vom Ofen nehmen und bedeckt stehen lassen, bis er abgekühlt ist. Durchsieben und Honig dazu geben. Bei Menstruationsschmerzen vor jeder Mahlzeit einen halben oder einen Deziliter von dieser Zubereitung trinken.

Bei Krankheiten der Atemwege mischt man ein Teil Waldhonig und ein Teil Wegerichhsirup. Die Mischung bei mittlerer Hitze 20 Minuten kochen. Danach in Flaschen abfüllen und verschließen. Von diesem Sirup dreimal täglich einen Löffel einnehmen.